Vergabegrundlage für das Umweltzeichen Blauer Engel

Eine Begutachtung nach DE-UZ 30a gilt für Fertigerzeugnisse aus Kunststoffrezyklaten.

Kunststoffrezyklate im Sinne der DE-UZ 30a sind Granulate oder Agglomerate, die aus bereits gebrauchten Kunststoff-Produkten gewonnen wurden, sogenanntes PCR (Post-Consumer-Recyclate). Dies bedeutet, dass ausschließlich Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten zu Sekundärrohstoffen recycelt wurden als PCR zulässig sind. Produktionsreste, (Verschnitt, Rücklauf, Ausschußß aus einer Produktions) ist nicht als PCR spezifiziert.

Das Recyklat selbst ist somit aus Recyclingprozessen zu beziehen welche nach EuCertPlast zertifiziert wurden. Die Herkunft und die Zusammensetzung eingesetzter Kunststoffrezyklate sind durch den Recyklat-Lieferant mittels des EuCertPlast Zertifikates (einschließlich Bericht) nachzuweisen.

 

QHSE cert

Wir bieten für Ihr Unternehmen:

  • Validierung nach RAL DE-UZ 30a

 

 

Produkte aus Recycling-Kunststoffen

Um für ein Produkt aus PCR eine Zertifizierung nach den Regelwerk "Blauer Engel" zu erhalten, sind durch einen Umweltgutachter die (Sekundär)-Rohstoff- und Herstellungsbedingungen nach den Vorgaben der DE-UZ 30a zu validieren.
Das Gutachten nach DE-UZ 30a fordert bei der Herstellung von Produkten aus PCR, dass der Kunststoffrezyklat-Anteil in den Fertigerzeugnissen mindestens 80% beträgt.

Nicht zulässig sind nachstehende Kunststoffe:

  • Polyvinylchlorid (PVC)
  • Kunststoffabfälle mit polybromierten Biphenylen (PBB)
  • Kunststoffabfälle mit Diphenylethern (PBDE) als Flammschutzmittel
  • Kunststoffabfälle mit voll- oder teilhalogenierten organischen Treibmitteln
  • nicht PCR Kunststoffe, dies sind Produktions- und Verarbeitungsabfälle sowie rückgeführte Mängelprodukte


Dem Rezyklat dürfen zudem keine Stoffe zugesetzt werden, die als:

  • krebserzeugend der Kategorien 1A, 1B oder 2 nach Tabelle 3.1 des Anhangs VI der EG-Verordnung 1272/2008 aufgeführt sind
  • erbgutverändernd der Kategorien 1A, 1B oder 2 nach Tabelle 3.1 des Anhangs VI der EG-Verordnung 1272/2008 aufgeführt sind
  • fortpflanzungsgefährdend der Kategorien 1A, 1B oder 2 der Tabelle 3.1 des Anhangs VI der EG-Verordnung 1272/2008 aufgeführt sind
  • persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT-Stoffe) oder sehr persistent oder sehr akkumulierbar (vPvB-Stoffe) nach den Kriterien des Anhangs XIII der REACH-Verordnung eingestuft sind
  • oder aus anderen Gründen besorgniserregend sind und die in die gemäß REACH Artikel 59 Absatz 1 erstellte Liste (sogenannte Kandidatenliste) aufgenommen wurden

Diese und weitere produktionsspezifische Anforderungen sind durch eine/n akkreditierten Umweltgutachter/in zu evaluieren. Das jährlich einzureichende Gutachten ist bei erster Antragstellung und danach folgend jeweils bis zum Ende des ersten Quartals des jeweiligen Folgejahres, bzw. durch die Vergabestelle des Gütezeichens "Blauer Engel" festgelegten Termin vorzulegen.

 

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Christian Ruhe M.Sc.
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